Neues und Aktuelles November 2006


Hokule'a segelt wieder

Im nächsten Jahr wird das 1976 orginalgetreu gebaute Segelkanu "Hokule'a" seine 7000 Meilen lange Reise von Hawaii über Mikronesien nach Japan antreten. Damit sollen zwei Dinge bewirkt werden. Zum Einen soll der Tripp nach Ponape, Satawal, Yap eine Anerkennung für den Navigator Mau Pialug sein, der sich der Bewahrung der traditionellen Reisepraktiken verschrieben hat. Zum Anderen soll der Schlag nach Japan die kulturelle Integration im Pazifik hervorheben. Mit dieser Reise wird auch der Anspruch auf die Führungsrolle des "Five-Canoe-Trip" nach Neuseeland in drei Jahren angemeldet. Die Crew des 62 Fuss langen Segelkanus wird während der Reise aus 12 Teilnehmern bestehen. Auf kurzen Etappen zwischen den mikronesischen Inseln wird sie bis auf 20 Segler aufgestockt, um möglichst vielen Teilnehmern zu erlauben, Erfahrungen zu sammlen.

Weitere Infos und viele Bilder bei der
Polynesian Voyaging Society

Charterangebot für Wharram-Fans

Mit dem Classic-Wharram-Design "Salty Tunes", einer Tehini von über 16m Länge, bietet Christian Feuchtner Liebhabern des englischen Designers Charterfreuden an. Sein Törnplan reicht von Wilhelmshafen bis zu den Kanalinseln und in den westlichen Englischer Kanal bis zur Bretonischen Küste. Ein recht anspruchvolles Revier, in dem der Kat seine Eigenschaft einfach trockenfallen zu können sicher des öfteren ausspielen wird. Weitere Infos im nächsten Multihull Report vom Dezember und auf der Homepage von Salty Tune.


Lernen, das Tier zu beherrschen ...

So ist die Zusammenfassung des Navigators der "Hydropthere", die am Donnerstag, den 16. November in der Bucht von Quineron auf Anhieb echte 43 kn lief. Damit verfehlte der Tri bei den Testfahrten mit dem neuen Segeln und überarbeiteten Tragflächen nur knapp den eigenen Rekord von 44 kn. Laut Aussage von Alain Thébault, dem Skipper des Tragflächentrimarans ist die Überwindung der Schallgrenze von 50 Knoten nur noch eine Frage der Zeit für den Kohlenstoff-Racer.


Earthrace - der amerikanische Weg zum Umweltschutz

Manche Staaten unterschreiben das Kyoto-Protokoll, andere brauchen einen 78 Fuss Wave-Piercing Trimaran, um für den Umweltschutz zu werben. Und so muss das futuristische Ungetüm, halb Motorboot, halb U-Boot herhalten, seinen Durst für das "Weltrennen" mit Bio-Diesel zu stillen. Natürlich braucht es dafür Geld, und so muss vor dem Rekordversuch schnell um die Welt zu fahren, schnell um die Welt promotet werden. Wer will kann Ende der Woche in New York für $ 5,- an Bord gehen.

Technische Daten:
Länge: 24 m
Breite: 7 m
Reichweite: 6000 km
Max. Geschw.: 45 kn
Homepage:

http://www.earthrace.net


Achtung bei Kaufcharter-Modellen

Diese Art an sein Traum-Boot zu kommen wird immer beliebter. Einen Teilbetrag anzahlen, den Rest der Schulden per Charter erwirtschaften. Solange dies bei seriösen Charterunternehmen stattfindet, mag es in Ordnung sein.

Allerdings treiben hier auch dubiose Geschäftemacher ihr Unwesen. Aktueller Fall, selbst erlebt:
Beim Verkauf eines großen Katamarans meldete sich ein Interessent als Agent einer großen, wohlbekannten Charterfirma. Da seine E-Mail-Adresse von dieser Firma stammte, wurden Verkaufsverhandlungen gestartet. Bootsdaten, Zeichnungen und Fotos wurden übermittelt, mehrere Telefonate geführt. Es sollten sogar die Bauformen des Kats gekauft werden, um eine kleine Serie von Charterbooten in der Türkei oder Polen zu bauen. Alles schien Hand und Fuss zu haben, bis eines Tages eine Anfrage per E-Mail aus dem Büro dieses Agenten mit einem anderem Absender ankam. Dieser Absender war mir wohl bekannt. Er war schon vor einigen Jahren im Zusammenhang mit "Geschäften" aufgetaucht, bei denen Boote zum Kauf angeboten wurden, die sich gar nicht im Besitz des Verkäufers befanden! Hier schrillten bei mir die Alarmglocken und es wurde jetzt direkt bei der Firmenleitung des Charterunternehmens angefragt. Dort war man entsetzt, daß sich diese Leute des Firmennamens für ihre krummen Geschäfte bedienten. Man wollte sofort einen Anwalt einschalten. Die E-Mail-Adressen hatten sich diese Geschäftmacher von dieser Firma ergaunert, indem sie sich als freie Mitarbeiter anboten. Sie wurden zwar nach kurzer Zeit wieder "entlassen", der Charterer war mit dem Löschen der E-Mail-Adressen allerdings zu leichtfertig, bzw. zu langsam. Und so konnten diese Leute einige Zeit unter falscher Flagge ihr Unwesen treiben. Es kann durchauch sein, daß sie mit dem übermittelten Informations-Material noch Investoren anlocken und abzocken wollen. Also aufgepaßt!

Ich habe hier bewußt keine (der mir bekannten) Namen benutzt, da ich weder das Charterunternehmen bloßstellen will, noch mir anderweitig rechtliche Probleme einhandeln möchte. Ich bin aber gerne bereit im Einzelfall Auskunft zu geben, wenn jemand in einer Kaufsituation bedenken in diese Richtung hat. Man sollte in jedem Fall einen Rechtsanwalt bei Abschluß von solchen Verträgen konsultieren, wenn der geringste Zweifel besteht.

Othmar Karschulin

Styria 50 in Südafrika produziert

Was vor vielen Monaten in Bulgarien begann, ist jetzt auch in den tiefen Süden gewandert. Der innovative Katamaran von Gerhard Schein wird jetzt auch in Südafrika produziert.

Charakteristik des Kats laut SMG:
  • Einfachst zu bedienender Hochseekatamaran für kleine Mannschaft und weltweite Fahrt
  • A-Mast für stressfreies Segeln und für hohes Sicherheitspotential.
  • Serien-Hybridantrieb für geringen Verbrauch
  • 220 Volt Boardstromversorgung und höchste Motorleistung
Neue Homepage: http://www.sail-the-difference.com/

Tony Bullimore unterwegs

Wie im Oktober berichtet ist der 67 jährige Tony jetzt unterwegs zu seiner Solo-Weltumsegel-Rekordfahrt. Obwohl er sich seit einer Woche nicht mehr gemeldet hat, ist sein Team davon überzeigt, daß alles in Oednung ist. Sein Boot müte zur Zeit westlich von Australien im Indischen Ozean unterwegs sein. Er soll nächste Woche in Freemantle, südlich von Perth, eintreffen. Der Team-Koordinator Barry Pickthall sagte, daß schmutziger Treibstoff, der in den Malediven getankt wurde, für den Kommunikationsausfall schuldig ist. So kann der Generator nicht den notwendigen Strom liefern. Die Rettungsbaken würden ggf. automatisch starten.

Toy Bullimore ist den Australiern gut bekannt, da vor 10 Jahren eine 6 Mio. $ Rettungsaktion für ihn gestartet wurde, um ihn von seiner Yacht im südlichen Ozean abzubergen.

Homepage:
http://www.teambullimore.com/

Boat building in China

Zum Thema der neuerdings angebotenen Trimarane aus China die folgende authentische Information (die Namen wurden geändert):

Hello Ralph,
I hope all is well with you. I am currently fine but not making boats at the moment. Last year, due to issues with Mr. Shan not getting the right permits and tax books the container was delayed by about two months in customs. And then I had to pay 38% duty on it all along with a bribe! By this time the French guy Pascal Moiret was pissed and in trouble with the buyers since he had told them he could deliver in the spring of that year! Yes, he told them he could deliver just about the same time he paid for the materials. Well Pascal Moiret insisted on his materials going to Lu's factory to speed things up so I went with them to get the boats made. Of course this pissed off Shan. After about 4 months Lu got one of the three boats built and shipped. There were many problems with it but Pascal Moiret wanted it shipped anyway so that it could go to the Paris boat show. Of course Lu told Pascal Moiret that he would pay for it to be fixed. I then parted company with Lu with Pascal Moiret taking over the responsibility for making sure the next two boats would meet his requirements. The second boat was delivered after another 4 months but was even worse. One of the key people at Lu's had quit. This was the person that I had last shown how to make the brummel splice. This time the boat went directly to the customer in Germany. One of the brummel splices on the back stay was not a brummel.

To make a long story a bit shorter, Pascal Moiret never paid Lu for Lu's part of the two boats since his cost to repair was more than the amount Pascal Moiret was to pay Lu. Keep in mind that Pascal Moiret had paid for most of the materials. Lu never shipped the third boat built using Pascal Moiret's materials. Lu made Pascal Moiret buy more resin after the first boat was made since he said that I did not provide the required amount even after I used Lu's numbers to show there was plenty of resin for all three boats. Pascal Moiret and I have both been to Lu's at different times since then and have seen a 4th boat made with the epoxy! Seems Lu just wanted to be able to make a 4th boat for himself and decided to steal the resin from what Pascal Moiret paid for.

Well that's China.

I am now in Shenyang. It is so much better being here than on the island! But now it is getting cold. In two weeks I will be heading to near Shanghai where it is not so cold. I am now working on the 2 seat LSA aircraft and it is going well but not fully without problems. They have made plugs for the wings and they are absolutely the best I have ever seen. But they just can not get making molds correct! Much of this is due to the temperature but also due to lack of skill. They use too much or too little catalyst so they get too hot or the high points dry out before it cures.

I hope things are going well for you in CA. On more than one occasion I have started to email you but could never put it into words. I am very sorry that things did not work out in the past and how my actions have affected you. Some things I was right about, some things I was mistaken about and some things I was wrong about. But in any case I still should have stood by you and your choices as your friend. This I truly regret. If I could do things over I would do them differently.

Norman


Neuer Rekord bei der Route du Rhum

Der Franzose Lionel Lemonchois segelte einhand mit dem 60 Fuß Trimaran "Gitana 11 die 3500 Seemeilen in 7 Tagen und 17 Stunden von St. Malo nach Guadeloupe (Durchschnitt 19 Knoten). Mit seiner Leistung unterbot er den alten Rekord von Laurent Bourgnon um mehr als 4 Tage. Lemonchois konnte als Spitzenreiter der ORMA-Tris einen Start-Ziel-Sieg hinlegen und kontrollierte jederzeit seine Verfolger Pascal Bidégorry ("Banque Populaire") und Thomas Coville ("Sodebo").


Ankunft in Guadeloupe

Die rasanten Racer sind also gegenüber dem letzten Jahr um einiges stabiler geworden und es wird wieder mehr gesegelt als gekentert. Nichtsdestotrotz hat, nachdem die meisten Boote wohlbehalten im Ziel waren, der Schweizer Ravussin seinen neuen Tri "Orange Project" aufgestellt. Es ist im aber glücklicherweise nichts passiert und er konnte von einem Frachter geborgen werden.

Für weitere direkte Informationen gibt es folgende Webseiten:
http://www.routedurhum.org
-Groupama : Franck Cammas : www.cammas-groupama.com
-Sodebo : Thomas Coville : http://www.sodebo-voile.com
-Banque Populaire : Pascal Bidégorry : www.voile.banquepopulaire.fr
-Team Libertad : Pascal Bonneau : www.teamlibertad.com
-Brossard : Yvan Bourgnon : www.team-ocean.com
-Géant : Michel Desjoyeaux : ´´www.meragitee.com/desjoyeaux/
-Gitana : Thierry Duprey du Vorsent : www.gitana-team.com
-Foncia : Alain Gautier : www.gautier-foncia.com
-Sopra Group : Antoine Koch : www.antoinekoch.com
-Orange : Steve Ravussin : www.orange-sailing-team.com
-Région Guadeloupe : Claude Thelier : www.claudethelier.com
-Trilogic - Eric Bruneel : www.trimaran-trilogic.com
-Anne Cazeneuve : www.anne-caseneuve.com/
-Laiterie St Malo - Victorien Erussard : www.multivic.fr
-Charlie Capelle : www.acapellaocean.com